Mein Kulturjahr 2010

Mein persönliches „Kultur“-Jahr 2010 war gut gefüllt. Hier also mein Resümee.

Bei mir dominiert ja ein Medium die Kultur, das viele wohl gar nicht zur Kultur zählen: der Film. 2010 habe ich es 54 Mal ins Kino geschafft – das ist selbst für mich ein Rekord, auch wenn ich das bisherige Rekordjahr 2007 nur mit einem Film übertroffen habe. Ich war nur fünfmal in Sneaks, was dazu führte, dass es dieses Jahr keinen Film gab, den ich extrem schlecht fand – leider gab es auch keinen Film, der vollends überzeugte und 10 von 10 Punkten ergattern konnte. Am schlechtesten habe ich Forgetting Dad bewertet, einen Dokumentarfilm, der leider überhaupt nicht hielt, was er versprach. Fast an die Maximalpunktzahl kamen vier Filme:

  • Whatever Works, der 2009er Woody-Allen-Film ist meiner Meinung nach einer der besten der letzten Jahre, der 2010er Ich sehe den Mann deiner Träume war aber auch – wie immer – sehenswert.
  • Up in the Air
  • Drachenzähmen leicht gemacht, den ich bei der Premiere in Anwesenheit der deutschen Synchronsprecher sehen durfte und für mich einer der besten Kinderfilme der letzten Jahre ist (ganz im Gegenteil zur deutschen 3D-Produktion Die Konferenz der Tiere)
  • Kick-Ass, die Komödie des Jahres

2010 wurde ich nur zu einem Testscreening eingeladen und konnte eine unfertige Version von Wir sind die Nacht ein halbes Jahr vor Kinostart sehen und war auch von diesem positiv überrascht (vielleicht lag das aber auch an meinen geringen Erwartungen an einen deutschen Vampirfilm). Die fertige Filmversion habe ich bisher aber nicht gesehen.

Alles in allem also ein qualitativ durchschnittliches Kinojahr ohne große Highlights, alle Besuche gibt es wie immer in meiner Kinobesuchsliste.

Mehr Highlights bot das Konzertjahr 2010. Platz 1 belegen dabei ganz klar Pearl Jam, die bei bestem Wetter in der Wuhlheide spielten, gefolgt von Volbeat, die es zu recht schaffen, die Arena Treptow zu füllen. Nachdem mich The Whitest Boy Alive schon 2009 als Open-Air-Band überzeugt haben (wobei ich die Musik sonst nicht höre), war ich auch 2010 wieder im Tape und habe es trotz schlechterem Wetter als 2009 nicht bereut. Gleiches gilt für das Konzert von Sharon Jones & The Dap Kings – auch Musik, die ich sonst nicht höre, aber live einfach gute Laune macht. Außerdem war ich noch bei Third Eye Blind, The National, The Fast Forwards (die vor ungefähr 10 Zuschauern bis nachts um 3 spielten), den Queens of the Stone AgeDanko Jones, The Gaslight Anthem und Jimmy Eat World.

Im Theater konnte ich mir dieses Jahr endlich einmal Die Dreigroschenoper ansehen, in der ich zu Schulzeiten in einer Inszenierung unseres Kurses Darstellendes Spiel mitgewirkt habe. Die Texte kamen mir dann auch allesamt sehr vertraut vor, vor allem natürlich die Texte meiner damaligen Rolle, die des Polizeichefs Brown. Die Inszenierung vom Berliner Ensemble hat mir sehr gefallen.

Sportlich war das Jahr ja eindeutig von der WM in Südafrika dominiert; bei meinem Ziel, die wichtigsten Erstligavereine Berlins zu besuchen bin ich auch nur einen Schritt vorangekommen und das auch nur sehr knapp: beim (bisher) vorletzten Erstliga-Heimspiel von Hertha war ich doch tatsächlich das erste mal in meinem Leben im Olympiastadion…

Auch museal war 2010 kein überwältigendes Jahr: Außer ins Ende 2009 wieder eröffnete Neue Museum und ins Jüdische Museum habe ich es nur ins Helmut-Newton-Museum und die Fotoausstellung von Peter Lindbergh im c/o Berlin geschafft.

Dafür habe ich einige neue europäische Städte kennen gelernt. Neben fünf Tagen Rom und einem Amsterdam-Wochenende konnte ich bei einer Belgien-Woche auch Brüssel, Brügge und Antwerpen entdecken.

Eines der vielen kulinarischen Highlights 2010 war sicher das 3-Gänge-Menü vom Hotel Adlon, das ich anlässlich der Tafel der Demokratie gemeinsam mit dem Bundespräsidenten (und 1000 anderen Gästen) auf dem Pariser Platz verspeisen durfte.

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